Ursprung des Aussie Obwohl es sein Name vermuten lässt, stammt der Australian Shepherd tatsächlich nicht aus Australien, sonder ist ein waschechter Amerikaner. Liebevoll wird er "Aussie" abgekürzt. Es gibt zahlreiche Theorien über den Ursprung des Australian Shepherd. Was eindeutig feststeht ist jedenfalls, dass sich diese Rasse in ihrer Reinzucht ausschließlich in den USA entwickelt hat. Sie erhielt ihren Namen Australian Shepherd, weil angenommen wird, dass ums 1800 baskische Schafhirten bei ihrer Einwanderung von Australien nach Amerika diese Hunde mitbrachten. Der Aussie war durch seine vielfachen Begabungen und Talente sowie durch die Leichtigkeit bei der Ausbildung ein nützlicher Hund für die Ranches und Farmen. Die Farmer und Rancher sorgten für die Weiterentwicklung der Rasse und für die Erhaltung der vorteilhaften Eigenschaften dieser Hunde: ihrer scharfen Intelligenz, der Hüteinstinkte, der Wachsamkeit sowie ihres attraktiven Erscheinungsbildes. Die Bekanntheit des Australian Shepherd nahm nach dem zweiten Weltkrieg parallel zur schnellen Entwicklung der Westernreiterei zu, welche durch Rodeos, Pferderennen, Kino- und Fernsehberichte populär wurde. Dazu hat eine Person ganz besonderes beigetragen: Jay Sisler, ein Rodeoteilnehmer und Rancher aus Idaho. Er sorgte in den Fünziger- und Sechzigerjahre für die wachsende Popularität des Aussies und nationale Anerkennung. Jay und seine Aussies erfreuten Rodeobesucher in den USA und in Kanada mit zahlreichen beeindruckenden und faszinierenden Tricks. Das Westernreiten wurde jedoch nicht nur in den USA immer bekannter, auch in Europa erfreute es sich in den Siebzieger- und Achtzigerjahren steigenderer Beliebtheit. So kamen mit den ersten Quarter Horses auch die ersten Australian Shepherds nach Europa. Anfänglich waren die Aussies heuptsächlich in Westernreiterkreisen zu finden. Ihr auffälliges Äußeres und ihr Temperament begeisterten später auch viele Hundliebhaber außerhalb dieser Szene, sodass der Aussie mittlerweile relativ stark in Europa verbreitet ist.  Derzeit kann ma den Australian Shepherd als "Modehund" bezeichnen, leider mit allen negativen Auswirkungen, die eine solche Entwicklung mit sich bringt. Er ist ein sehr attraktiver Hund; sein außergewöhnliches Erscheinungsbild sollte jedoch nicht darüber hinwegtäuschen, dass er durch und durch ein Arbeiter ist, der Aufgaben braucht, um glücklich zu sein. Er sollte sein Dasein nicht als reiner Begleithund fristen müssen. Alle Informationen die oben stehen habe ich aus dem Buch Australian Shepherd von dem Cadmos Verlag.  Standard und Wesen FCI - Rassestandard Ein Rasse- oder Zuchtstandard ist die Festbeschreibung des Idealbildes einer Hunderasse im Hinblick auf die äußere Erscheinung, seine körperlichen Merkmale und sein Wesen. Ursprung:  USA Verwendung: Hüte- und Wachhund Körperbau: Robust, Knochenstärke mäßig. Der Körperbau des Rüden ist geschlechtstypisch kräftig, ohne jedoch derb zu wirken. Die Hündin ist sehr weiblich in ihrem Aussehen, jedoch ohne jegliche Schwäche in ihrem Knochenbau Kopf: Mit sauberen Umrisslinien, kräftig und trocken steht der Kopf in einem guten Großenverhältnis zum Körper. Hals: Kräftig, von mäßiger Länge, Oberlinie leicht gewölbt. Der Hals geht harmonisch in die Schulterpartie über. Gangwerk: Die Gangart des Australian Shepherds ist geschmeidig, leicht und frei. Er ist sehr behände, mit einem harmonischen, raumgreifenden Bewegungsablauf. Vorder- und Hinterläufe bewegen sich gerade und parallel zur mittleren Achse des Körpers. Bei zunehmender Geschwindigkeit nähern sich Vorder- und Hinterpfoten der mittleren Schwerpunktlinie des Körpers, während der Rücken fest und gerade bleibt. Der Australian Shepherd muss flink und fähig sein, augenblicklich einen Richtungswechsel vorzunehmen oder eine andere Gangart einzuschlagen. Haarkleid: Von mittlerer Textur, gerade bis gewellt, wetterbeständig und von mittlerer Länge. Die Dichte der Unterwolle ändert sich den klimatischen Bedingungen entsprechend. Das Haar ist kurz und glatt am Kopf, an den Ohren, an der Vorderseite der Vorderläufe und unterhalb der Sprunggelenke. Die Hinterseiten der Vorderläufe und die "Hosen" sind mäßig befedert. Mähne und Halskrause sind mäßig ausgebildet, bei den Rüden mehr als bei den Hündinnen. Ein atypisch beschaffenes Haarkleid ist ein schwerer Fehler. Farbe des Haares: Bluemerle, Schwarz, Redmerle, Rot, alle mit oder ohne weiße Abzeichen und/oder kupferfarbenen "Brand"- Abzeichen; keine Farbe soll der anderen vorgezogen werden. Die Haarlinie des weißen Krages darf nicht weiter als bis zum Widerrist reichen. Weiß ist zulässig am Hals (ganzer oder unvollständiger Kragen). an der Brust, an den Läufen, an der Unterseite des Fangs, Blesse am Kopf und weiße Unterseite des Körpers, welche, von einer horizontalen Linie in Ellenbogenhöhe an gemessen, sich bis zu einer Länge von zehn Zentimetern (vier Inches) ausdehnen darf. Weiß am Kopf soll nicht vorherrschen und die Augen sollen vollständig von Farbe und Pigment umgeben sein. Es ist charakteristisch, dass bluemerlefarbene Hunde mit zunehmendem Alter dunkler werden. Größe: Die bevorzugten Widerristhöhe ist 51-58cm für Rüden und 46-53cm für Hündinnen. Bei der Beurteilung der Größe ist die Qualität des Hundes wichtiger als eine leichte Abweichung von der Idealgröße. Wesen: Der Australian Shepherd ist ein intelligenter Arbeitshund mit ausgesprochenem Hüte- und Bewachungsinstinkt. Er ist ein pflichtgetreuer Gefährte und fähig, mit Ausdauer den ganzen Tag zu arbeiten.  Auch diese Informationen habe ich aus dem Buch Australian-Shepherd vom Cadmos-Verlag